Elternbrief 28.04.

Sehr geehrte Eltern,
mit dem Inkrafttreten des Bundesinfektionsschutzgesetzes ergeben sich einige Veränderungen für den Schulbetrieb, auf die ich Sie hiermit hinweisen möchte:
1. FFP2-Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln (betrifft auch Schulbusverkehr)
2. Unzulässigkeit der Selbsttestung zuhause; damit entfallen die bislang geforderten „qualifizierten Selbstauskünfte“
3. Die Tests werden weiterhin montags und mittwochs zu Beginn des Unterrichts in gewohnter Weise durch die Lernenden selbst unter Aufsicht der Lehrkräfte durchgeführt. Im Falle eines positiven Testergebnisses werden die Kinder pädagogisch betreut, bis die Eltern ihr Kind abholen. Aus den Erfahrungen der letzten Wochen heraus ist uns bewusst, dass hier eine persönliche Betreuung und Einfühlungsvermögen unerlässlich sind. Dies garantieren wir Ihnen.
4. Alternativ zur Testung in der Schule ist ein jeweils aktueller Nachweis über ein negatives Testergebnis eines Testzentrums, einer Apotheke oder eines/r niedergelassenen Arztes/Ärztin zu erbringen.
5. Zur Testung in der Schule sind ausschließlich die durch das Land Sachsen-Anhalt den Schulen kostenfrei bereitgestellten Tests zugelassen.
6. Die Aussetzung der Präsenzpflicht hat weiterhin Bestand. Sollten Sie für Ihr Kind diesen Weg wählen, genügt fortan die einmalige schriftliche Erklärung gegenüber der Schulleitung. Diese Erklärung gilt bis auf Widerruf durch Sie. Bei mehreren Erziehungsberechtigten bedarf es einer einvernehmlichen Erklärung. Ich weise darauf hin, dass auch in diesem Fall die Schulpflicht fortbesteht, die Kinder demnach zur Leistungserbringung verpflichtet sind. Die Lehrkräfte stellen Kindern, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen, im angemessenen Umfang Aufgaben und Materialhinweise zur Verfügung. Ein Distanzunterricht findet nicht statt.
7. Die Aussetzung der Präsenzpflicht gilt nicht für Abschlussprüfungen.
8. Die Essensversorgung in der Schule bleibt in der Phase des eingeschränkten Regelbetriebs ausgesetzt.
9. Für die Schüler*innen und Lehrkräfte gilt ab dem 03.05.2021 die Pflicht zum Tragen medizinischer Mund-Nase-Bedeckungen bzw. von FFP2-Masken in der Schule. Alltagsmasken genügen fortan nicht mehr. Auf dem Schulgelände wird bei Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern von der Maskenpflicht abgesehen.
Ich baue auch weiterhin auf Ihr Verständnis, Ihre Geduld und Ihre Mitwirkung. Durch Ihre Unterstützung der notwendigen (nicht immer widerspruchsfreien) Maßnahmen, ermöglichen Sie in bedeutsamen Maße, dass das Zusammenleben an unserem Gymnasium gelingen kann und dass das Lernen bislang bestmöglich organisiert werden konnte.
Der Soziologe Heinz Bude unterstreicht die Bedeutung der Institution Schule für junge Menschen in interessanter Weise:“ […] Relevant ist die Frage, gibt es Präsenzunterricht oder nicht. […] Schule ist nicht primär eine Wissensvermittlungsanstalt. Das Eigentliche, was man in Schule lernt, ist Balance in sozialen Beziehungen: Es gibt eine Bezugsgruppe der Gleichaltrigkeit – die Gleichaltrigen. Und eine Bezugsgruppe der nicht gleichaltrigen Personen – die Lehrpersonen. Dazwischen den Ausgleich zu finden, ist wahnsinnig wichtig für die individuelle Entwicklung. Schule ist eine Form der Vorbereitung auf das Leben, es geht um die Fähigkeit antizipatorischer Sozialisation. […]“
   (Heinz Bude: „Es gibt ein Problem, wenn Kinder Schule verlernen“ in: Die Zeit online, 11.03.2021)

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Koslowski                                                                                                                                                                                                          (Schulleiter)

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