
Verantwortung leben
– gemeinsam wachsen
- Präambel
- Leitgedanken
- 1. Unsere Wege zum erfolgreichen Schulabschluss
- 2. Unsere Wege zur Förderung der individuellen Entwicklung
- 3. Unsere Wege zur aktiven Teilhabe an der Gesellschaft
- 4. Unsere Wege zu einer starken Schulgemeinschaft
- Schulkonzepte
- Projekte und Kooperationen
- Schulinterne Regelungen
- Präambel
- Leitgedanken
- Unsere „Wege zum Erfolg“
- Erfolgreicher Schulabschluss
- Förderung der Individualentwicklung
- Aktive Teilhabe an der Gesellschaft
- Starke Schulgemeinschaft
- Schulkonzepte
- Projekte und Kooperationen
- Schulinterne Regelungen
- Schularbeits- und Entwicklungsplan
- Jahrgangsspezifische Entwicklungsziele
- Fachspezifische Entwicklungsziele
- Schulorganisatorische Entwicklungsziele
Präambel
Ein Schulprogramm „[…] hat die zentrale Bedeutung für die Verständigung und Zusammenarbeit aller an Schule Beteiligten und stellt zugleich ein Instrument für die langfristige pädagogische Entwicklungsarbeit dar.“
(RdErl des MK 14.05.2003-21-8010)
Unser Schulprogramm dient als Standortortbestimmung, Entwicklungsinstrument und Leitbild für das Lehren, Lernen und Leben am Kurfürst-Joachim-Friedrich Gymnasium.
Es bildet das Fundament unserer Schulentwicklungsarbeit, dokumentiert den aktuellen Stand und beschreibt unsere Vorhaben detailliert. Dabei werden kurz-, mittel- und langfristige Ziele definiert, Verantwortlichkeiten festgelegt sowie Zeitrahmen und Evaluationsmaßnahmen verbindlich berücksichtigt.
Unser Schulprogramm gliedert sich in einen konzeptionellen Teil, der im Sinne einer Grundsatzerklärung in Textform vorliegt, und einen Schulentwicklungsplan, der vorrangig digital geführt wird, um flexibel auf Veränderungen und neue Herausforderungen reagieren zu können.
Im Mittelpunkt unserer Schulentwicklung steht die kontinuierliche Weiterentwicklung des Unterrichts. Darüber hinaus sind unsere gemeinsamen unterrichtsbezogenen Aktivitäten, Projekte, Fahrten und Veranstaltungen ein wichtiger Bestandteil des schulischen Lebens.
Leitgedanken
Wir sind eine freundliche und offene Schule, die allen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen sicheren, vertrauensvollen und geschützten Lernort bietet.
Die körperliche und psychische Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler bilden das Fundament erfolgreichen Lernens. Unser zentrales Ziel, der schulische Lernerfolg, ist untrennbar mit einem gesundheitsfördernden, angstfreien und vertrauensbasiertem Schulklima verbunden.
Unser Gymnasium begreift sich als eine lebendige Schulgemeinschaft, in der sich verschiedene Generationen in Respekt, Wertschätzung und Kooperationsbereitschaft begegnen – Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Mitarbeitende gleichermaßen. Die Schülerinnen und Schüler von heute sind die Gestalterinnen und Gestalter von morgen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, zukünftigen Herausforderungen kompetent, handlungsfähig und verantwortungsbewusst zu begegnen. Darum sind Bildung und Erziehung an unserer Schule zukunftsorientiert. Wir richten unsere Arbeit an den „17 Zielen für nachhaltige Entwicklung“ (Agenda 2030) aus. Alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Soziales, Umwelt, Wirtschaft – sind in unserem Schulprogramm fest verankert.
Wir engagieren uns im „Netzwerk Nachhaltigkeitsschulen Sachsen-Anhalt“.
Als öffentliches Gymnasium im Land Sachsen-Anhalt fühlen wir uns der Förderung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verpflichtet. Wir treten jeglicher Form von Ausgrenzung, Diskriminierung, Angriffen auf die Freiheit von Meinung, Kunst, Wissenschaft, Lehre, Religion, sowie sexueller und weltanschaulicher Orientierung entschieden entgegen.
K – KOMPETENT
Wir fördern und fordern fachliche, methodische und soziale Kompetenzen. Unsere Schülerinnen und Schüler werden dazu befähigt, eigenständig zu denken, kritisch zu reflektieren und verantwortungsbewusst zu handeln. Durch eine fundierte Ausbildung und gezielte Förderung individueller Stärken schaffen wir die Grundlage für lebenslanges Lernen und eine erfolgreiche Zukunft.
J– JUGENDORIENTIERT
Wir nehmen die Anliegen, Interessen und Bedürfnisse junger Menschen ernst. Unsere Schule ist ein Ort, an dem sich Schülerinnen und Schüler angenommen und verstanden fühlen. Wir gestalten das Schulleben gemeinsam und schaffen Raum für Mitbestimmung, Kreativität und persönliche Entwicklung.
F – FAIR
Wir leben eine Kultur der Wertschätzung, des Respekts und der Gerechtigkeit. Fairness prägt unser Miteinander – im Unterricht, in Projekten und im täglichen Zusammenleben. Wir achten auf einen respektvollen Umgang, unterstützen uns gegenseitig und setzen uns aktiv gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung ein.
G – GEMEINSCHAFTLICH
Wir verstehen uns als starke Gemeinschaft, in der alle Mitglieder – Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Mitarbeitende – Verantwortung übernehmen und sich einbringen.
Gemeinsame Aktivitäten, Projekte und Feste stärken den Zusammenhalt und fördern das Wir-Gefühl. Wir gestalten unsere Schule als einen Ort, an dem Vielfalt als Bereicherung erlebt wird und jeder seinen Platz findet.
Diese vier Leitbegriffe prägen unser tägliches Handeln und bilden das Fundament für eine Schule, in der sich alle wohlfühlen, entfalten und gemeinsam wachsen können.
Unsere Wege zum Erfolg
1. Unsere Wege zum erfolgreichen Schulabschluss
Die allgemeine Hochschulreife (Abitur) ist das vorrangige Bildungsziel des Gymnasiums. Der erweiterte Realschulabschluss und der theoretische Teil der Fachhochschulreife sind weitere Bildungsabschlüsse, deren Erreichung wir individuell unterstützen.
Mit zunehmendem Alter übernehmen die Lernenden mehr Verantwortung für ihren Lernerfolg. Eine zunehmende Eigenverantwortlichkeit und Partizipation am Lernprozess fördern die Ausprägung von Studierfähigkeit und wissenschafts- propädeutischen Kompetenzen.
Die Durchlässigkeit zwischen den Bildungsgängen der Sekundarstufe I in Sachsen-Anhalt begründet eine besondere Verantwortung der Lehrkräfte – sowohl in der wertschätzenden Leistungsbewertung als auch in der individuellen Schullaufbahn- beratung der Lernenden und ihrer Eltern. Die große Heterogenität der Lernenden erfordert gezielte schulorganisatorische und pädagogische Maßnahmen, insbesondere für die Arbeit in den Jahrgängen 5 und 6. Wir verstehen einen Schullaufbahnwechsel als individuellen Entwicklungsweg.
Aufgabenfelder:
| Vertiefende Ausbildung allgemeiner und fachspezifischer Kompetenzen |
| Förderung von Spitzenleistungen und Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit Lerndefiziten |
| Kompetente Schullaufbahn-, Studien- und Berufsberatung |
| Nachhilfeangebote und individuelle Förderung |
2. Unsere Wege zur Förderung der individuellen Entwicklung
An unserem Gymnasium lernen über 1000 Schülerinnen und Schüler. Diese Vielfalt an Herkunft, Sprachen, Talenten, Fähigkeiten, Interessen, Meinungen und Zielen ist ein großer Reichtum.
Wir respektieren jedes Kind in seiner einzigartigen Persönlichkeit und erziehen unsere Schülerinnen und Schüler zur Achtung und Einhaltung grundlegender gemeinsamer Werte und Normen, die für den Fortbestand einer wertebasierten Ordnung unverzichtbar sind. Wir erkennen, fördern und integrieren individuelle Stärken und berücksichtigen unterschiedliche Lernvoraussetzungen durch eine differenzierte pädagogische Beachtung. Dabei setzen wir das Prinzip des zielgleichen Unterrichts für alle Schülerinnen und Schüler um.
Unser Unterricht verbindet individualisierte und gemeinschaftliche Lernformen. Auch unsere Unterrichtsentwicklung erfolgt sowohl individuell als auch im Team, stets mit Blick auf didaktische Plausibilität, methodische Vielfalt und die Bedürfnisse der Lernenden.
Grundsätzlich orientieren wir uns am Beutelsbacher Konsens. Wir respektieren das Überwältigungsverbot, d.h. das Verbot jeglicher Indoktrination, und die Wahrung der Meinungsfreiheit. Was in der Gesellschaft umstritten ist, muss auch im Unterricht kontrovers diskutiert werden, sodass die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, in politischen Situationen ihre eigenen Interessen zu analysieren und sich ein eigenes Urteil auf Basis der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu bilden.
Aufgabenfelder:
| Förderung von Talenten in den einzelnen Fachbereichen/Themenfeldern |
| Entwicklung von Zukunftskompetenzen wie Kreativität, Kommunikation, konstruktiver Zusammenarbeit und kritisches Denken |
| Individuelle Förderung entsprechend der Neigungen, Talente und Interessen |
| Integration der Bildungserfahrungen ehemaliger Schülerinnen und Schüler |
3. Unsere Wege zur aktiven Teilhabe an der Gesellschaft
Die Schule ist eine der entscheidenden Sozialisationsinstanzen. Wir wirken darauf hin, dass einerseits die Integration des Individuums in die Gesellschaft gelingen kann und andererseits jeder Einzelne durch sein reflektiertes Handeln zur Entwicklung der Gesellschaft beiträgt.
In diesem Sinne erwerben unsere Schülerinnen und Schüler die notwendigen Befähigungen, um als mündige Bürgerinnen und Bürger persönliche und gemeinschaft- liche Interessen erfolgreich formulieren, vertreten und verantwortungsvoll in die Gesellschaft einbringen zu können.
Aufgabenfelder:
| Soziales Engagement durch Arbeitsgemeinschaften (AGs) und Projekte |
| Vernetzung mit lokalen und regionalen sozialen Institutionen |
| Stärkung von Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz |
4. Unsere Wege zu einer starken Schulgemeinschaft
Unsere Schulgemeinschaft bietet allen Beteiligten differenzierte Möglichkeiten zur Mitsprache, Mitgestaltung und Mitbestimmung. Wir einigen uns auf gemeinsame Ziele, deren Umsetzung sich als ein kontroverser, ergebnisoffener und von Kritik- fähigkeit geprägter Prozess auszeichnen soll. Dabei orientieren wir uns an demokra- tischen Methoden und verpflichten uns zu gegenseitigem Respekt.
Die angemessene Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Ausgestaltung des schulischen Lebens trägt dazu bei, Selbstwirksamkeit zu erleben und bürgerliches Engagement einzuüben. Dazu wirken die Lernenden in den schulischen Gremien mit, unterbreiten eigene Vorschläge und übernehmen angemessen selbst Verantwortung in der Planung, Durchführung und Nachbereitung eigener Vorhaben. Die Schulgemein- schaft wirkt durchweg darauf hin, zivile Konfliktbewältigungs- und Lösungsstrategien zu entwickeln.
Aufgabenfelder:
| Gemeinsame Aktivitäten der Schulgemeinschaft, wie Schulfeste, Schul-fahrten, kulturelle Veranstaltungen, Spenden- und Protestaktionen |
| Förderung des sozialen Miteinanders und der Achtsamkeit |
| Schülerpatenschaften und Streitschlichterprogramme |
| Gemeinsame Gestaltung der Lernumgebung durch Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte |
Schulkonzepte
- Bildung für nachhaltige Entwicklung
- Pädagogisches Medienkonzept
- Berufs-, Studienorientierungskonzept
- Schutzkonzept gegen sexuelle Gewalt
- Schullaufbahnberatungskonzept
- Schulfahrtenkonzept
- Begabtenförderung
- Demokratie-/Europabildung und Schülerpartizipation
- Gesunde Schule
- Förderung von Kunst, Musik und Kultur
- Fremdsprachenkonzept/bilingualer Unterricht
- Schulpartnerschaften/interkultureller Austausch
Projekte und Kooperationen
- Kooperationen Schule & Verein
- Kooperation mit dem OK-Life-Ensemble
- Kooperation mit dem Liba e.V.
- Kontaktgruppe „Gerhard-Schöne-Schule“
- Kooperation mit dem Museum Wolmirstedt
- Kooperation mit der Stadtbibliothek Wolmirstedt
- Kooperation mit der Gemeinschaftsschule „G.-W.-Leibniz“
- Kooperation mit der KVHS Börde
- Kooperation mit der OVGM
- ERASMUS+
- Schulpartnerschaften
Schulinterne Regelungen
- Hausordnung
- Konfliktmanagement
- Pausenaufsichtsbereiche; -verantwortlichkeiten
- Hofreinigungspläne
- Unterrichtsversäumnisse und Beurlaubungen
- Kommunikationswege/Digitales
- Datensicherheit
- Krisen-, Alarmplan
- Schulsozialarbeit
- Schulseelsorge
- Vertrauenslehrkräfte